Teal Organizations

Teal breakthrough 1: Selbst-Management

Teal Organizations operieren auf einem netzwerkartigen System aus interpersonale Beziehungen. Hierarchien werden je nach Anforderungen auf Grundlage der bestehenden Kompetenzen situativ gebildet.

Teal breakthrough 2: Ganzheit

Bisher ist der modus operandi von Mitarbeiter_innen einer Organisation ihr “professionelles Selbst” ohne die anderen Teile ihrer Persönlichkeit mit auf die Arbeit gebracht. Teal Organizations haben eine Praxis implementiert, die allen Beteiligten erlaubt ihr ganzes Selbst, mit allen Stärken und Schwächen, einzubringen.

Teal breakthrough 3: Evolutionärer Zweck

Teal Organizations werden als lebende Gebilde betrachtet, die einen eigenen Sinn für Entwicklung ausgebildet haben. Anstatt die Zukunft vorherzusagen und zu kontrollieren, entsteht der Zweck der Organisation aus dem kollektiven “Zuhören” der Mitarbeiter_innen als emergentes Phänomen.

Teal metaphor: Organisationen als lebende Systeme

Teal Organizations betrachten sich selbst als lebende Systeme, statt als maschinenhafte Konstrukte. Demnach sind sie in der Lage, sich den ständig ändernden Anforderungen ihres jeweiligen Ökosystems anzupassen, ohne bei einer zentralen Kontrollstelle nach Erlaubnis zu fragen.

Teal Organizations als komplexe adaptive Systee

Eine Teal Organization äußert viele Eigenschaften eines komplexen adaptiven Systems.

  1. Sie hat einen inhärenten Zweck, der sich von den Zielen der Mitglieder unterscheiden kann.
  2. Sie besteht aus einer bestimmten Anzahl an Elementen,die zueinander in Beziehung stehen.
  3. Die Elemente interagieren in non-linearer Weise, um dem Zweck des Systems näher zu kommen.
  4. Die Interaktion und die Beziehungen der Elemente basieren auf wenigen einfach Regeln oder leitenden Prinzipien.
  5. Die Natur der Beziehungen und Anzahl der Interaktionen zwischen den Elementen generieren emergente Verhaltensweisen – Das Verhalten des Systems ist nicht die Summe der Verhaltensweisen seiner Elemente.
  6. Die Elemente produzieren und benutzen Signale und Informationen aus der externen und internen Umwelt der Organisation und reagieren entsprechend.
  7. Es gibt keine zentrale Kontrolle.
  8. Die Elemente sind selbstorganisiert und verändern demnach ihre Beziehungen selbst, um sich Veränderungen anzupassen.
  9. Die Elemente lernen aus vergangenen Erfahrungen und aus der Umwelt und passen sich entsprechend an, um das Überleben des Systems zu sichern.

Teal Organizations werden durch selbstorganisierte Teams geführt. Diese bestehen auf Mitarbeiter_innen, die bestimmte Rollen ausfüllen, die sowohl funktionale als auch organisatorische Aspekte haben. Alle Entscheidungen werden durch einen einfachen Konfliktlösungsprozess getroffen, wenn es erforderlich ist. Organisationale Werte sind nicht länger von oben aufgezwungen, sondern durch die individuellen Werte der Elemente identifiziert. Aus den kollektiven Handlungen emergiert das Verhalten der ganzen Organisation.