Kontext

Die Welt ordnet sich neu.

 

Die digitale Transformation formt die Welt um, durchströmt alle Lebensbereiche, über Staats- und Gesellschaftsgrenzen hinweg und hat viele Segmente in den letzten Jahren erheblich geprägt. Die modernen Kommunikations-Technologien schaffen das Fundament für eine Welt der Vernetzungen und ermöglicht neue Formen der Kollaboration. Das entscheidende Merkmal der Globalisierung ist nicht etwa der Verkehr von Gütern, sondern vor allem der gesteigerte Austausch von Informationen und Wissen.

Dem Zukunftsinstitut identifiziert den Megatrend „Konnektivität“ als dominanten Treiber des gesellschaftlichen Wandels. Konnektivität bezeichnet die neue Organisation der Gesellschaft in netzwerkartigen Strukturen. Im Zuge dieser Entwicklung entsteht ein neues  „Organisationsparadigma“ (Zukunftsinstitut), in dem kollektives Denken und Handeln die Art und Weise des Zusammenarbeitens prägen.
Ein weiterer wichtiger Treiber ist der Trend zur Individualisierung. Dieser steht jedoch nicht im Widerspruch zur Vernetzung, sondern ist verhält sich komplementär zu dieser. Individualisierung heißt in diesem Sinne „den Prozess, den Freiheitsraum und die Möglichkeiten für den Einzelnen auszuweiten“ […] (Zukunftsinstitut) und führt zur Bildung von neuartigen Lebensentwürfen und zu einer größeren Selbstbestimmung des privaten Lebens. Durch die zunehmende Vernetzung ist ein neues dynamisches Ökosystem entstanden, das Individualität mit gemeinschaftlichem Handeln verknüpft. Diese Veränderungen eröffnen neue Potenziale aber auch Herausforderungen für sämtliche Gesellschaftsbereiche.

Zur gleichen Zeit stehen wir vor weiteren großen Herausforderungen, wie z. B. dem Klimawandel, der Ressourcenverknappung, der demografischen Entwicklung. Die moderne Gesellschaft ist gekennzeichnet durch die Entstehung komplexer Probleme, die entsprechend komplexe Lösungen und Systemverständnis.

In vielen Teilen der Welt bilden sich neue Netzwerke, gemeinnützige Initiativen und Formen der gesellschaftlichen Selbstorganisation. Dieser Entwicklung erfordert ein neues Verständnis von Arbeit und Zusammenarbeit. Dementsprechend verändern sich auch Unternehmensstrukturen, Organisationsmodelle und Arbeitsräume. Traditionelle Führungs- und Organisationsstrukturen werden zunehmend durch flexible, kompetenzbasierte Hierarchien abgelöst. Diese Bewegung drückt sich in der Idee von “New Work” aus, um die herum sich momentan eine internationale Szene bildet, die gerade erst beginnt ihr politisches Potential zu entdecken.

 

Quellen:

Zukunftsinstitut GmbH (o.J.): URL: https://www.zukunftsinstitut.de/artikel/die-individualisierung-der-welt/ Zugriff: 04.07.17

Zukunftsinstitut GmbH (2014): Die Zukunft der Gemeinnützigkeit. URL: https://www.zukunftsinstitut.de/fileadmin/user_upload/Publikationen/Auftragsstudien/Studie_Gemeinnuetzigkeit_Internet_2.pdf Zugriff: 04.07.17

Zukunftsinstitut GmbH (o.J.): https://www.zukunftsinstitut.de/artikel/konnektivitaet-die-vernetzung-der-welt/ Zugriff: 04.07.17

Ibrahim Evsan, Connected Leadership: New Work Blog: URL: https://newworkblog.de/new-work/ Zugriff: 04.07.17

Vertical Media GmbH: Gründerszene Lexikon: URL: https://www.gruenderszene.de/lexikon/begriffe/new-work. Zugriff: 04.07.17