Connect, Organize, Transform

Connect Learn

"To understand is to transform what is."

Team Forschungsbericht

Los geht’s!

Darum geht’s

Auf die Zehenspitzen stellen und über den Tellerrand blicken!

Wer (Team)

Wir sind drei Studierende im Master Urbane Zukunft an der Fachhochschule Potsdam. Unsere akademischen Hintergründe sind in den Disziplinen der Informationswissenschaft, der Geographie und der Kulturwissenschaften angesiedelt.

Wir erforschen neue Konzepte von Arbeit und Selbstorganisation und die digitale Transformation der Städte. Wir wollen die Wirkung neuer sozialer und digitaler Technologien auf Management- und Entscheidungsprozesse in städtischen Institutionen untersuchen. Uns beschäftigt außerdem die Frage, welche inneren und äußere Bedingungen Organisationen brauchen, um zu gedeihen.

Der Name unseres Projekts ist:

Transforming Organizations & Ecosystem (TOEs)

 

Warum (Purpose & Intent)

Unsere ganze Gesellschaft durchläuft momentan eine Transformation auf allen Ebenen. Dabei verändern sich nicht nur wirtschaftliche, technologische und politische Bedingungen, sondern auch soziokulturelle Strukturen und individuelle Werte.
Auch unsere Vorstellungen darüber, was Arbeit sein soll verändern sich im Zuge nie dagewesener Möglichkeiten zur Kollaboration und Kommunikation aber auch angesichts wachsender Unsicherheit gegenüber immer schneller auftretenden Veränderungsprozessen.
Seit wenigen Jahren werden innovative Ansätze zu neuen Entscheidungsprozessen und Organisationsmodellen erprobt, die den Mensch in den Mittelpunkt des organisatorischen Zwecks stellen und den/die Einzelne/n an wichtigen Entscheidungen teilhaben lassen. Mittlerweile hat sich eine ganze Szene um den Begriff “New Work” gebildet, die gerade erst beginnt, ihr politisches Potential zu erkennen.
Wir wollen herausfinden, welche Erfahrungen diese Menschen bisher gemacht haben und ob die experimentellen Modelle sich auch auf politische Organisation, wie etwa eine Stadtverwaltung übertragen lassen können. Diese erweisen sich in ihrer Funktion als Ausführende eines bürgerschaftlichen Willens, der wachsenden Komplexität als nicht mehr gerecht. Innere Komplikationen zwischen einzelnen Organen erschweren Digitalisierung oder dezentralere Entscheidungsmodelle. Gleichzeitig können bürgerschaftliche Initiativen (mit Ausnahmen) nur mit wenig Unterstützung seitens der Stadt rechnen. Diese haben jedoch keinen Einblick in die inneren Beziehungen einer Verwaltung und können oft deren Entscheidungen nicht nachvollziehen. Es fehlt an Transparenz und Kommunikation.

Wie (Methods & Plans)

Mithilfe qualitativer Forschungsmethoden (Leitfrageninterviews, teilnehmende Beobachtungen) untersuchen wir Akteure aus den Feldern Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft, welche die neuen Organisationsmodelle bereits anwenden bzw. Expertise zu Digitalisierung und Arbeit 4.0/New Work haben.

Daraus sollen Best-Practice-Beispiele generiert werden. Weiterhin werden Fachexpert_innen aus städtischen Institutionen zum Stand der Digitalisierung und Reformierung von Arbeitsprozessen befragt.

Die Aussagen der Partner_innen werden nach den Feldern Digitalisierung, New Work und Stadtverwaltung geordnet, um ein qualitatives Datenmuster zu erzeugen.

 

Was (Goals & Hypothesises)

Wie können im Zuge der digitalen Transformation, neue Organisationsmodelle genutzt werden, um städtische Verwaltungsprozesse und die Kommunikation zwischen Bürger_innen und Stadtverwaltung zu optimieren sowie gesellschaftliche Selbstorganisation zu fördern? Inwieweit könnte sich die Rolle städtischer Verwaltungen verändern?

Ziele

  • Identifizierung und Kartierung von “Organisationen neuen Typs”:
    Identifizierung der Netzwerkverbindungen zwischen entsprechenden Organisationen

  • Definierung eines Stand der Forschung
  • Darstellung neuer Organisationsmodelle
  • Identifikation der sozialen, räumlichen und technologischen Bedingungen, unter denen neue Organisationen und Gruppen erfolgreich zusammenarbeiten und qualitative Ergebnisse produzieren sowie welche Strategien und Modelle der Organisationsentwicklung sie anwenden.
  • Auf Grundlage der Erkenntnisse sollen Handlungsempfehlungen definiert werden.
  • Systemmodell:
    Das Primärziel ist die Entwicklung eines eigenen Organisationsmodells auf Grundlage der Forschung, das auf städtische Entscheidungs- und Managementprozesse angewandt werden kann.

 

Wichtigste Hypothesen

  • Neue Organisationsmodelle und digitale Kommunikation erleichtern Entscheidungs- und Problemlösungsprozesse.
  • Die Produktion und Distribution von Gütern wird durch digitale Technologien automatisiert. Dadurch wird Raum für selbstbestimmte Formen von Arbeit frei.
  • Heutige Stadtverwaltungen reagieren nicht schnell genug auf Probleme.
  • Zwischen Bürger_innen und Stadtverwaltung besteht unzureichende Kommunikation.
  • Die Stadtverwaltung der Zukunft hat einen lernbegleitenden, moderierenden Charakter.
  • Städtische Probleme werden zunehmend durch dezentrale, selbstorganisierte Kollaborationen gelöst.
  • Integration aller Perspektiven durch einen transparenten Kommunikationsprozess steigert die Problemlösefähigkeit einer Stadt.

 

Alle Ergebnisse sollen auf dieser Website der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

 

Mehr Details zur Forschung gibt es HIER